Wie viele Honigsorten kennen Sie?

Ein Besuch bei Mieli Thun im Val di Non

Andrea Paternoster ist, was man eine beeindruckende Persönlichkeit nennt. Er lebt in einer Welt voller Blumen und grüner Landschaften. Hier herrscht absoluter Frieden, der nur durch das Summen seiner Bienen gebrochen wird. Aber sein Leben verläuft keineswegs ruhig. Er ist mindestens genauso fleißig wie seine geflügelten Kollegen.

Die strahlenden Augen und die Fähigkeit, seine Leidenschaft lebhaft zu vermitteln, machen ihn zu einem perfekten Botschafter. Interessierte führt er in die zauberhafte Welt des Honigs ein, in der es stetig Neues zu entdecken gilt.

Wir haben ihn im vergangenen Frühjahr besucht, und er hat uns ein unvergessliches Erlebnis geschenkt: einen Besuch in seiner Imkerei im Val di Non, gefolgt von einer Honig- und Met-Verkostung.

Bienen und Honig im Val di Non entdecken

Eine faszinierende Reise in die Welt der Bienen

Die Geheimnisse der Bestäubung

Es ist schwer zu sagen, was der beste Teil des Besuchs ist, denn hier ist wirklich alles unglaublich interessant. Unsere Besuchergruppe ist nahezu hypnotisiert vom Gastgeber, der uns in die faszinierende Welt der Bienen entführt. Und nicht nur das. Er schickt uns auch auf eine Reise zu einem Mysterium der Natur: die Symbiose zwischen Bienen und Pflanzen. Dabei kommt man vielen Geheimnissen auf die Spur, wie zum Beispiel dem, der Bestäubung.

Andrea erklärt alles auf ganz natürliche Art und Weise. Er spricht über Nomaden-Honig und monoflorale Sorten, über die entscheidende Rolle von Blumen, Pflanzen und Höhenlagen. Dabei kommt er jedoch nicht wie ein belehrender Professor daher – vielmehr vermittelt er die Energie und tiefe Leidenschaft für seine Arbeit.

Bienen und Honig im Val di Non entdecken

Der Bienenstock ist nicht nur die Heimat der Bienen, sondern auch ein Mikrokosmos

Der besuch der Bienenstöcke

Wir geben es zu: Ein bisschen mulmig wird einem schon, wenn man summende Bienenstöcke aus nächster Nähe betrachtet. Immerhin sorgt das Anlegen der lustig anmutenden Schutzanzüge und Imkermasken für Auflockerung. Dabei lernen wir auch, dass die gelbe Farbe der Imkerkleidung kein Zufall ist. Das Gelb beruhigt die Bienen. Auch das nimmt uns etwas die Aufregung.

Schließlich dürfen wir Andrea bei der Arbeit mit seinen fleißigen Helfern zusehen. Er nennt sie seine „Hausbienchen“. Wir nähern uns den Bienenstöcken, wobei wir darauf achten, keine hektischen Bewegungen zu machen. Andrea öffnet für uns einen Stock. Er zeigt uns den Honig und das Wachs. Und dann, als ob es das Normalste der Welt wäre, steckt er seine Hände mitten in den Bienenschwarm und sucht nach der Königin.

Andrea erklärt, wie die einzelnen Bienen eins werden mit dem Bienenstock. Wir erfahren, dass für die Bienen nicht die Einzelne, sondern nur der Bienenstock und dessen Überleben zählen. Für uns Menschen ist dieser Besuch beinahe meditativ, und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der moment der Verkostung

Nach einem typischen Trentiner Frühstück mit hausgemachtem Brot, kaltgepresstem Öl vom Gardasee und sehr schmackhaftem Honig (man sollte davon unbedingt etwas mit nach Hause nehmen!) geht der Besuch mit einer Verkostung von drei verschiedenen Honigsorten weiter: Heidekraut, Apfel und Linde. Andrea bringt uns die jeweiligen Geschmacks- und Geruchseigenschaften näher und erklärt, wie Honig nicht nur als Süßungsmittel in Getränken oder Süßigkeiten, sondern auch bei vielen anderen Gelegenheiten in der Küche zum Einsatz kommen kann.

Die Verkostung endet mit einem Glas Met: dem ältesten von Menschenhand hergestellten alkoholischen Getränk. Um ihn zu produzieren, wird lediglich Wasser mit Honig gemischt. Dann braucht es etwas Geduld, bis die Gärung einsetzt und der Zucker sich in Alkohol verwandelt. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Getränk, das mit seinem trockenen Wesen und dem ausgeprägten Säuregehalt noch immer an das Aroma von Honig erinnert.

Auch der Laden von Andrea Paternoster ist eine Augenweide. Hier zeigt er uns die große Vielfalt seiner „Mielecromia“, und wir sind erstaunt, wie viele unterschiedlichste Produkte mit Hilfe der Bienen hergestellt werden können. Natürlich wandern mehrere Gläser Honig, in Honig Eingelegtes sowie Pollen-Produkte und Met in unseren Einkaufskorb. Die Erzeugnisse sind sorgfältig und liebevoll verpackt – also auch ein perfektes Andenken oder Mitbringsel für die Lieben daheim.

Sie wollen mehr aus der Welt von Mieli Thun erfahren?

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Veröffentlicht am 30/04/2020