Sicher Urlaubmachen im Trentino: Wie wir für unsere Gäste sorgen
Leitlinien für einen unbeschwerten und entspannten Aufenthalt

Im Folgenden erfahren Sie alles über aktuelle Sicherheitsmaßnahmen und geltende Regeln, die Sie und andere vor einer Corona Infektion schützen sollen. 

Auf dem „Rete dei Castelli“

In fünf Etappen durchs Trentino ¬ zwischen eleganten Herrenhäusern, Festungen und Schlössern

Mit seinen Bergpässen und Hügeln, die weite Täler überblicken, ist das Trentino wie geschaffen für imposante Burgen. Vielleicht kennen Sie bereits die eine oder andere? Alle Burgen im Trentino haben Sie aber mit Sicherheit noch nicht gesehen. Denn es gibt noch beinahe 300 davon. Einige können besucht werden, andere sind Ruinen. Wieder andere sind leider schon völlig verschwunden.

Viele der für Besucher geöffnete Burgen gehören zum Rete dei Castelli del Trentino, einem Verbund aus Schlössern und Festungen. Innerhalb des Verbundes werden sie geschützt und gezielt restauriert, um sie für Besucher zugänglich zu machen – aber auch für Veranstaltungen und Ausstellungen werden sie genutzt. Auf unserem Kulturwanderweg, der sich mit Geschichte und antiker Kunst beschäftigt, haben wir einige der wichtigsten Burgen des Verbundes „Rete dei Castelli del Trentino“ vorgestellt, wie das Castello del Buonconsiglio, Castel Beseno, Castel Stenico, Castel Caldes und Castel Thun.

Hier möchten wir Sie nun auch die anderen Burgen und Schlösser entdecken lassen, die dieser Initiative angehören. Dazu haben wir eine Route in 5 Etappen zusammengestellt: eine Zeitreise vom Castello di Avio bis zum Castel Pergine, im Herzen des Valsugana.

ETAPPE 1: Die Weinberge der Vallagarina

Ausgangspunkt ist die äußerste Grenze des Trentino zum Veneto. Mitten in den Weinbergen steht hier das Castello di Avio. Von der Brennerautobahn aus sieht man bereits den Wehrturm, der seitlich des Hügels herausragt. Das Schloss ist sehr gut erhalten, was der Denkmalpflege der FAI (Fondo Ambiente Italiano) zu verdanken ist. Die Stiftung kümmert sich sowohl um die Verwaltung als auch um Veranstaltungen und diverse Aktivitäten. Ein Muss ist der Besuch des Sala delle Guardie mit seinen Kriegsfresken.

Weiter geht’s entlang des Flusses Adige nach Rovereto. Die mächtige Burg wurde im 14. Jahrhundert erbaut und war im Besitz diverser Adliger. Während des Ersten Weltkrieges wurde sie dann zu einer österreichisch-ungarischen Festung umgebaut. Heute beherbergt sie das Kriegsmuseum Museo Storico Italiano della Guerra, das alle Geschichtsliebhaber interessieren wird.

Auf einem Felsvorsprung nicht weit von Rovereto steht das Castel Corno. Sollten Sie die Burg zu Fuß erobern, werden Sie mit einem atemberaubenden Blick über den Adige bis zu den Piccole Dolomiti belohnt.

In der gleichen Gegend steht das Castel Noarna. Die elegante Residenz aus dem 16. Jahrhundert gehört der mächtigen Familie Lodron. Auf Voranmeldung kann man die Räumlichkeiten und Weinberge am Fuße der Mauern besichtigen und anschließend eine Weinverkostung im Schlosskeller genießen.

ETAPPE 2: An den Ufern des Gardasees

Etwa eine halbe Autostunde von Rovereto entfernt, liegt Riva del Garda. Das wunderschöne Rocca di Riva erhebt sich direkt am Seeufer. Seine Ursprünge gehen auf das 12. Jahrhundert zurück, im Laufe der Zeit durchlief es allerdings viele Veränderungen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat es sein aktuelles Aussehen bewahrt. Heute beherbergt es das MAG, das Museo Alto Garda.

Nach einem Erinnerungsfoto am Seeufer führt der Weg zurück in die Berge. Das erste Ziel ist Arco, zehn Autominuten von Riva del Garda entfernt. Vom Stadtzentrum aus führt ein schöner Panoramaspaziergang durch die Olivenbäume zum kürzlich restaurierten Castello di Arco. Zu besichtigen sind die alten Gefängnisse und der Torre Grande, dessen Wände mit einem herrlichen Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert verziert sind, darunter zwei berühmte Schach spielende Damen.

In weniger als einer Viertelstunde mit dem Auto ist die Festung Castel Drena erreicht. Wegen ihrer besonders strategischen Lage war sie in vielen Kriegen heiß umkämpft. Heute beeindruckt vor allem der traumhafte Blick über das Bergsturzgebiet Marocche di Dro und das Valle del Sarca.

Etwa 40 Minuten weiter ragen die zylindrischen Türme des Castel Campo in die Luft. In diesem Schloss, eingebettet in die Wälder am Rande der Piana di Lomaso, finden immer wieder Kulturveranstaltungen statt. Nach Voranmeldung kann das Schloss auch besichtigt werden.

Das letzte Ziel dieser Etappe liegt im Norden, Richtung Val di Non und Val di Sole. Am Ufer des Lago di Toblino steht eines der meistfotografierten Schlösser des Trentino: das Castel Toblino. Seine Räume beherbergen heute ein elegantes Gourmet-Restaurant. Hier sollten Sie unbedingt ein romantisches Dinner einplanen und dabei das Ambiente des Renaissance-Schlosses genießen.

ETAPPE 3: Im Val di Non und Val di Sole – zwischen Apfelhainen und Bergen

Die nächste Etappe ist etwas weiter entfernt. Das Castel Valer liegt fast eine Autostunde vom Castel Toblino entfernt. Doch es lohnt sich! Die Burg der Familie Spaur ist eine der am besten erhaltenen in den Alpen. Die Räume sind in perfektem Zustand, und in der Kapelle gibt es ein wunderbares barockes Fresko der Brüder Baschenis zu bewundern. Auch die Aussicht vom Dorf Tassullo, dessen Wehrturm aus den grünen Weinbergen hervorragt, ist einmalig.

Nach nur fünf Minuten erreicht man das Castel Nanno. Das sagenumwobene Schloss ist Schauplatz vieler Legenden. Darunter die traurige Liebesgeschichte zwischen Melisenda und Ludovico, deren Liebe wegen ihrer beiden rivalisierenden Familien verboten war. Auch eine schaurige Geschichte führt auf das Schloss zurück: ein dramatischer Hexenprozess im 16. Jahrhundert, bei dem drei einheimische Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.

Vom Val di Non geht’s nun in die Berge des Val di Sole. Auf dem Weg dorthin sollte man unbedingt eine Pause im Castel Vasio einlegen, in dem ein landwirtschaftlicher Betrieb seine Besucher verköstigt.

Die nächste Burg sieht aus wie aus dem Bilderbuch: mit mächtigen Mauern, einer Zugbrücke und einem Wehrturm von 25 Metern Höhe. Das Castel San Michele trägt seinen Namen zu Ehren des gleichnamigen Heiligen, der in der Burgkapelle verehrt wird. In der Weihnachtszeit bezaubert zusätzlich der „Weg der 1000 Krippen von Ossana“ zu Füßen der Burg seine Besucher.

ETAPPEN 4 und 5: Am anderen Ende des Trentino

Die letzte Etappe führt an die Ufer zweier Seen, die in zwei unterschiedlichen Gebieten des Trentino liegen.

Zuerst geht’s zum Castel San Giovanni in Bondone, das als eines der schönsten Dörfer Italiens gilt. Es handelt sich um eine im Laufe der Geschichte hauptsächlich militärisch genutzte Burg. Im 15. Jahrhundert beherbergte sie die Truppen des Söldnerhauptmanns Niccolò Piccinino, der im Krieg zwischen dem Herzogtum Mailand und der Republik Venedig kämpfte. Heute genießt man vom Innenhof der Burg einen wunderbaren Blick auf den Lago di Idro.

Als nächstes wartet die Ruine des Torre dei Sicconi am Ufer des Lago di Caldonazzo im Valsugana. Der Wehrturm wurde 1915 von österreichischen Militäringenieuren abgerissen, deshalb ist davon leider nicht allzu viel übrig geblieben. Auf dem Monte Rive gibt es dennoch etwas zu besichtigen: Der archäologische Park zeigt die Grundmauern des Turms sowie einiger weiterer Gebäude, die Teil der Befestigung waren.

Weiter Richtung Osten im Valsugana liegt das Castel Ivano. Diese Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte von vielen Adelsfamilien bewohnt: von den Dalla Scala di Verona bis zu den Visconti, von den Carrara bis zu den Grafen Wolkenstein. Seit 1901 ist die Burg im Besitz der Familie Staudacher. Sie wohnen noch immer dort, ermöglichen jedoch auf Voranmeldung die Besichtigung des Gartens und der Räumlichkeiten.

Zum Abschluss sollten Sie unbedingt noch das Castel Pergine besuchen. Es liegt eine halbe Autostunde vom Castel Ivano auf einem Hügel mit tollem Blick über das Valsugana. In seinem wunderschönen Garten finden oft Skulpturenausstellungen statt. Nach einem Aperitif wartet dann das elegante Restaurant im Saal des Schlosses auf einen Besuch. So endet die Reise zu den Burgen des Trentino im „Rete dei Castelli“ mit einem kulinarischen Highlight.

Veröffentlicht am 19/10/2021