For Trentino, safety comes first.

In this section, you can learn more about all the measures put in place by our operators and tourist service providers to protect you and your loved ones.

Sicher im Gebirge

Die 10 goldenen Regeln der Bergrettung Trentino

Wenn Sie Skitourengeher sind oder gerne Schneeschuhwandern oder einfach nur auf verschneiten Wegen spazieren gehen, ist Ihnen diese Broschüre bei Ihren Wintererlebnissen in den Bergen gewiss hilfreich. Es gibt viele wichtige Regeln für die sichere Fortbewegung im Winter, die uns oft vom gesunden Menschenverstand vorgegeben werden: Wir haben sie in einer 10-Punkte-Liste zusammengestellt, die vom Bergrettungsdienst Trentino erstellt wurde.

Alle 10 Regeln sind gleich wichtig, daher sind sie chronologisch in der Reihenfolge angeordnet, in der sie angewendet werden sollten.

Sicherheit im Gebirge
  1. Vor dem Aufbruch zu einer Trekking- oder Skitour oder einer Schneeschuhwanderung ist es wichtig, sich den Wetterbericht anzusehen und besonders auch örtliche Wettervorhersagen auszuwerten, die oft detaillierter und zuverlässiger sind. Dabei sollten Sie unbedingt auch den Lawinenlagebericht lesen, und zwar nicht nur die aktuelle Gefahrenstufe, sondern alle darin enthaltenen Details. Hier finden Sie wichtige Informationen, wie die gefährlichsten Hänge, die Höhenlagen, oberhalb denen die Gefahr zunimmt, gegebenenfalls kürzlich erfolgte Schneefälle oder die Folgen von Wind (Schneeverwehungen).
  2. Anhand der oben gesammelten Daten können Sie dann die eigentliche Tour beurteilen, indem Sie sich gut über die gewünschte Route, deren Schwierigkeiten, die benötigte Zeit, eventuelle Einkehrmöglichkeiten oder Biwakplätze informieren. Es ist wichtig, dass Sie ein Minimum an Dokumentation (einschließlich Karten) außer auf Ihrem Smartphone auch in Papierform dabei haben.
  3. Weiterhin ist es wichtig, die Schwierigkeit der gewünschten Route einzuschätzen und sie Ihren tatsächlichen Fähigkeiten und Ihrer körperlichen Verfassung zum jeweiligen Zeitpunkt gegenüberzustellen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen und überlegen, ob Sie sich zur Sicherheit von einem professionellen Bergführer begleiten lassen.
  4. Gehen Sie nicht allein. Es ist wichtig, Freunde, Verwandte oder den Hüttenwart über Ihre Absichten zu informieren.
Sicherheit im Gebirge

5. Bereiten Sie den Rucksack mit der notwendigen technischen Ausrüstung, Wechselkleidung, Hardshelljacke und synthetischer Thermojacke, Essen und Trinken (Thermosflasche) vor.  Wichtig sind auch ein Erste-Hilfe-Set, ein Gesichtsschutz und eine Pufferbatterie für das Mobiltelefon. Bei Ausflügen im Winter sollten Sie sich außerdem unbedingt ein Selbstrettungsset mit Schaufel, LVS und Sonde besorgen, das man aber nicht nur haben, sondern auch sehr gut benutzen können muss. Wir weisen darauf hin, dass ein Lawinenopfer, sofern es kein schweres Trauma erlitten hat, in den ersten 15-18 Minuten eine über 90-prozentige Chance hat, lebend geborgen zu werden. Deshalb ist die Selbstrettung lebenswichtig, und es ist wichtig, dies zu trainieren.

6. Versuchen Sie, während der Tour die festgelegte Route einzuhalten und objektive Gefahren vor Ort einzuschätzen.

7. Wichtig ist auch, zum richtigen Zeitpunkt verzichten zu können. Vermeiden Sie Herdenverhalten: Wenn alle weitergehen, heißt das nicht, dass es das Richtige ist.

8. Bewerten Sie ständig die Wetterentwicklung und prüfen Sie, ob Sie den Zeitplan einhalten, um nicht von einem Sturm oder der Dunkelheit überrascht zu werden.

9. Im Falle eines Unfalls oder wenn Sie in Schwierigkeiten sind und das Gefühl haben, sich in einer unüberschaubaren oder gefährlichen Situation zu befinden, rufen Sie die Bergrettung über die einheitliche Notrufnummer 112 an.

10. Respektieren Sie den Berg, genießen Sie ihn mit der richtigen Konzentration und lassen Sie immer gesunden Menschenverstand walten!

Veröffentlicht am 21/12/2020