Der Ursprung der Dolomiten

Eine 250 Millionen Jahren alte Geschichte

Die weit zurückgreifende Geschichte der Dolomiten beginnt in der Trias, vor etwa 250 Millionen Jahren. Es mag unglaublich klingen, aber dort, wo sich heute die majestätischen Gipfel der blassen Berge erheben, erstreckte sich damals ein ruhiges tropisches Meer, das warm und nicht besonders tief war.

Im Laufe von Millionen von Jahren sammelten sich auf dem Meeresboden Muscheln, Korallen und Kalkalgen und es entstanden Korallenatolle und -riffs. Die Umgebung war dem Gebiet der heutigen Bahamas oder Ostaustraliens sehr ähnlich, obwohl sie häufig durch schreckliche Vulkanausbrüche erschüttert wurde.

Wie sind die Dolomiten entstanden?

"Die Sella-Gruppe zum Beispiel, die heute majestätisch das umliegende Gebiet überragt, ist aus einem einzigen alten Korallenriff entstanden"

Im Jura, als Großsaurier die Erde beherrschten, bildeten die auf dem Meeresboden angesammelten Sedimente bereits eine Schicht von Hunderten von Metern, die sich unter ihrem Eigengewicht zu verdichten begann, bis sie zu festem Kalkstein wurde.

Anschließend, etwa seit 20 Millionen Jahren, wurde dieser alte felsige Meeresboden durch das Zusammenstoßen der europäischen und afrikanischen tektonischen Platte verformt und es entstanden Berge mit einer Höhe von über 3.000 Metern. Erdbeben, Eruptionen und die erosive Einwirkung von Wind, Eis und Regen haben schließlich die charakteristische Dolomitenlandschaft hervorgebracht, mit einer Vielfalt von Felsnadeln, Türmen und Zinnen sowie Felsvorsprüngen, -dächern und -plateaus.

Die Dolomiten sind somit das außerordentliche Ergebnis eines unaufhörlichen geologischen Prozesses, der bis heute andauert. Beim Wandern sind die Zeichen ihrer turbulenten Vergangenheit überall sichtbar. Die Sella-Gruppe zum Beispiel, die heute majestätisch das umliegende Gebiet überragt, ist aus einem einzigen alten Korallenriff entstanden.

Wie sind die Dolomiten entstanden?

"Es ist nämlich die besondere Zusammensetzung dieses Gesteins sedimentären Ursprungs ist, die das faszinierende Phänomen der Enrosadira hervorrufen"

Wagen Sie sich hingegen in die Schlucht des Bletterbachs, einen 400 Meter tiefen Canyon in der Nähe des Val di Fiemme (Fleimstal), der von Aldein oder Radein aus zu Fuß erreichbar ist, können Sie die letzten 40 Millionen Jahre der geologischen Geschichte der Dolomiten zurückverfolgen, indem Sie einfach die Gesteinsschichten von unten nach oben beobachten.

Sogar das romantische Rot der Gipfel bei Tagesanbruch und Abenddämmerung ist den versteinerten Korallen zu verdanken. Es ist nämlich die besondere Zusammensetzung dieses Gesteins sedimentären Ursprungs, das reich an Kalziumkarbonat und Magnesium ist und den Namen Dolomit trägt, die das faszinierende Phänomen der Enrosadira oder Alpenglühen hervorrufen. Die Entdeckung ist dem Marquis Déodat de Dolomieu (1750-1801) zuzuschreiben, einem bedeutenden französischen Naturforscher, dem die Dolomiten ihren Namen verdanken.

Veröffentlicht am 23/10/2019