Eine Auszeit in den Bergen

6 Trekking-Routen für Entdecker – mit Übernachtung auf einer abgelegenen Hütte

Für Wanderer ist die Berghütte wie der Leuchtturm für einen Seemann: Sie ist ein Zuhause fern ab der Heimat, ein Treffpunkt mit Gleichgesinnten und ein Ort, um wieder zu Kräften zu kommen. Auch wenn der Komfort nicht dem eines Fünf-Sterne-Hotels entspricht, so ist das Ambiente doch einzigartig: die Stille der Natur, die Atmosphäre des Sonnenuntergangs oder der Morgendämmerung sind schlichtweg unbezahlbar.

Den Rucksack packen, die Bergschuhe anziehen und in die Natur aufbrechen. Saftige Almwiesen, wilde Felstürme und atemberaubende Tiefblicke: Das ist wandern in der Trentiner Bergwelt. Wenn dann abends auf dem urigen Rifugio der Hüttenwirt herzhafte, regionale Köstlichkeiten serviert, lustige Geschichten erzählt und vor dem Zubettgehen Sternschnuppen gezählt werden, wird das Erlebnis garantiert unvergesslich.

Wir alle wissen, dass der Komfort auf Berghütten eher spartanisch ist, dass man in Stockbetten in Mehrbettzimmern schläft und mit Gleichgesinnten am Holztisch isst. Aber genau das macht den Reiz des Hüttenabends aus und genau das ist für viele die ersehnte Auszeit vom Alltag.

Wir stellen Ihnen sechs herrliche Touren zu unseren Lieblings-Rifugios in den Dolomiten und im Lagorai-Gebirge vor. Sie sind alle mittelschwer und jeder der eine gute Grundkonstitution hat und regelmäßig in die Berge geht, wird die Touren genießen.

Rifugio Cima d'Asta
#1

Rifugio Cima d'Asta

Die Berghütte Cima d'Asta liegt am Ufer eines tiefen Bergsees unterhalb des gleichnamigen Gipfels im Lagorai-Gebirge. Die eher anspruchsvolle Tour startet an der Malga Sorgazza, führt teilweise über steiles Gelände und überwindet 1100 Höhenmeter. Oben angekommen entschädigt ein großartiges Panorama für alle vergossenen Schweißperlen.

Rifugio XII Apostoli
#2

Rifugio XII Apostoli

Die XII Apostel Hütte steht auf einem Felssporn auf 2489 Metern und ist das westlichste Rifugio der Brentagruppe. Der steinige Weg dorthin führt über die Scala Santa, die „heiligen Stufen“. Er ist steil, anstrengend und teilweise mit Stahlseilen abgesichert. Aber die Anstrengungen lohnen sich, denn die Landschaft ist einzigartig und die Aussicht auf die Adamello- und Presanellagruppe atemberaubend.

Rifugio Vioz
#3

Rifugio Vioz

Die trutzige Schutzhütte Vioz ist das höchst gelegene Rifugio im Trentino. Sie liegt mitten in der Ortler-Gruppe auf 3500 Metern zu Füßen des Berges Vioz. Die anspruchsvolle Tour dorthin verläuft im Schwierigkeitsgrad EE und führt durch Gletscherlandschaft und an Schauplätzen des Ersten Weltkriegs vorbei.

Rifugio Antermoia
#4

Rifugio Antermoia

Die Berghütte Antermoia liegt im östlichen Rosengarten, nur wenige Meter vom gleichnamigen See entfernt. Egal welchen Weg Sie wählen, Sie werden immer die wunderbaren Berge des Rosengarten durchqueren. Unsere beiden Lieblingstouren führen entweder durch das Tal Valle del Vajolet oder über die Hochebene Altopiano del Larsec. Denn dann erreichen Sie die Hütten von oben kommend und genießen einen wunderbaren Blick auf das Rifugio und den See

Rifugio Torre di Pisa
#5

Rifugio Torre di Pisa

Unterhalb des Gipfels der Cima Cavignon thront auf 2671 Meter Höhe das Rifugio Torre di Pisa, die einzige Schutzhütte der Latemargruppe. Ihren Namen hat sie von dem schräg in den Himmel ragenden Felsturm Torre di Pisa, der unweit der Hütte steht. Sowohl vom Val di Fiemme, als auch von Obereggen aus erleichtern mehrere Lifte den Aufstieg. Wir aber empfehlen Ihnen zu Fuß ab Pampeago zu starten. Die abwechslungsreiche Tour führt durch wilde Dolomitenlandschaft und bietet tolle Ausblicke.

Rifugio Rosetta
#6

Rifugio Rosetta

Möchten Sie wissen, wie es auf dem Mond aussieht? Dann brauchen Sie eigentlich nur 1300 Höhenmeter ab San Martino di Castrozza überwältigen. Denn dort oben dehnt sich die Hochebene Pale di San Martino aus, die oft mit einer Mondlandschaft verglichen wird. Wer möchte, kann mit den Liften hinauffahren, doch wir empfehlen Ihnen, die Tour zu Fuß zu unternehmen. Und wenn die letzten Sonnenstrahlen die kahlen Gipfel bescheinen, färben sich die bleichen Felsen korallenrot und man wähnt sich in himmlischen Sphären.

Veröffentlicht am 13/05/2019