Garantiertes Schneevergnügen im Trentino

Dank hochmoderner Beschneiungsanlagen ist Skifahren im Trentino die ganze Saison über möglich

Immer wieder kommt im Winter die Diskussion auf das Thema Kunstschnee und ruft viele kontroverse Fragen auf. Wissen Sie eigentlich, woraus Kunstschnee besteht? Wie er produziert wird? Und ob sich technischer Schnee von natürlichem Schnee unterscheidet? Damit Sie mitreden können beantworten wir einige dieser Fragen und räumen falsche Annahmen aus dem Weg.

1. Wie viel Schnee können programmierbare Beschneiungsanlagen produzieren?

Seit den 1980er Jahren wird im Trentino kräftig in Beschneiungsanlagen investiert. Mit großem Erfolg, denn nur mit natürlichen Elementen wie Wasser und Luft ist es heute möglich, 90 Prozent aller Trentiner Skipisten garantiert zu beschneien. Somit bürgen wir im Trentino für perfekte Wintersportmöglichkeiten ab Saisonbeginn bis zum Saisonende, egal ob und wie viel Niederschlag fällt.

2. Wie entsteht Kunstschnee?

Das Prinzip ist sehr einfach und funktioniert immer gleich. Denn tatsächlich braucht es nur Wasser und kalte Luft. Kunstschnee hat also nichts mit Chemikalien oder unnötiger Umweltbelastung zu tun.

Die Schneekanonen produzieren mit Hilfe eines starken Luftstroms und feinsten Wassertröpfchen künstlichen Schnee, der dann auf die Pisten geblasen wird. Am besten funktioniert der Vorgang je trockener die Luft ist und bei -3°C.

3. Welches Wasser wird verwendet?

Für die Produktion von Kunstschnee wird kein Trinkwasser genutzt. Im Gegenteil, das verwendete Wasser wird nicht von der öffentliche Wasserversorgung abgezogen, sondern entspringt eigenen Sammelstellen, in denen sich Schmelz- und Regenwasser anstaut. Das Wasser ist außerdem frei von chemischen Zusätzen und tritt nach dem Schmelzen wieder in den natürlichen Kreislauf ein.

Die Trentiner Skigebiete haben in den vergangenen Jahren stark in die Technologie investiert und so konnten in den vergangenen Jahren sowohl der Energie- als auch der Wasserverbrauch stark reduziert werden. Heute produziert eine Schneekanone aus einem Kubikmeter Wasser rund zwei Kubikmeter Schnee.

4. Wie wird Kunstschnee beziehungsweise technischer Schnee hergestellt?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Beschneiungsanlagen, die Schneekanonen (Propellerschneeerzeuger) und die Schneilanzen. Das Herstellungsverfahren ist aber das gleiche, denn man versucht den natürlichen Schneefall nachzuahmen.

Dabei wird das Wasser in den Düsen der Schneekanonen sehr fein zerstäubt und anschließend rausgepustet. Im trockenen Luftstrom verdunstet ein Teil der Wassertropfen und entzieht der Umgebung Wärme. So kann der andere Teil gefrieren und als kleine Eiskristalle zu Boden fallen. Da mit technischen Hilfsmitteln gearbeitet wird, spricht man mittlerweile auch gerne von technischem Schnee.

5. Was sind die Sammelbecken?

Tatsache ist, dass die Luftzuständen heute weniger stabil sind und zur Kunstschneeproduktion nur ein begrenztes Zeitfenster bleibt. Daher ist es notwendig, in kurzer Zeit große Wassermengen zur Verfügung zu haben. Viele Liftbetreiber haben in der Nähe der Skigebiete Stauseen angelegt, in denen das zur Schneeproduktion benötigte Wasser angesammelt wird. Es handelt sich wie gesagt nicht um Trinkwasser, sondern um sich Schmelz- und Regenwasser. Die Provinz Trentino reguliert die zur Verfügung stehende Wassermenge.

Was einst als Nachteil gesehen wurde, ist heute ein strategischer Gewinn für die ganze Region. Denn die Investitionen in die Bescheiungsanlagen führen letztendlich zahlreiche positive Effekte mit sich und wirken sich positiv auf die Umgebung aus. Denn das Wasser der Stauseen kann für landwirtschaftliche Zwecke oder beim Brandschutz genutzt werden und die Seen sind im Sommer beliebte Touristenattraktionen.

6. Ist Kunstschnee echter Schnee?

Viele behaupten, dass Pisten aus technischem Schnee hart und eisig wären und daher für Anfänger weniger gut geeignet ist. Das stimmt in Wirklichkeit nicht. Kunstschnee besitzt die gleichen Charakteristika wie natürliche Schneeflocken und verhält sich also in jeder Hinsicht wie Schnee.

Mehr als 1500 Mitarbeiter sind täglich damit beschäftig, die Trentiner Pisten perfekt zu präparieren, um den Wintersportlern einen einzigartigen Tag und höchstmögliche Sicherheit auf den Pisten zu garantieren. Dazu gehören nicht nur die Liftbetreiber, sondern auch die Fahrer der Schneeraupen, technische Mitarbeiter und alle Angestellten.

Veröffentlicht am 18/03/2019