Mario Bottas Ikosaeder in Pieve Tesino
Neben den fünfzehn Projekten präsentiert NODI auch ein besonderes Werk des Architekten Mario Botta: eine kleine Holzarchitektur, inspiriert am berühmten Cabanon von Le Corbusier, neu interpretiert für die alpine Landschaft.
Es handelt sich um ein Ikosaeder, ein geometrischer Körper mit zwanzig dreieckigen Flächen. Botta stellt sich dieses Werk als eine Art „Holzdiamant“ vor: eine kompakte, zugleich offene Struktur, durchzogen von Einschnitten und Öffnungen, die es ermöglichen, die umliegende Landschaft aus immer neuen Perspektiven zu betrachten.
Gedacht als kleiner Ort der Kontemplation, stellt das Ikosaeder die Beziehung zwischen Mensch, Architektur und Natur in den Mittelpunkt. Beim Betreten der Struktur richtet sich der Blick auf die Berge, und die Landschaft wird zu einem integralen Bestandteil der Erfahrung: nicht nur als Hintergrund, sondern als Gesprächspartner, mit dem man in Dialog tritt.
Nach der Präsentation in Mailand während des Salone del Mobile 2026 findet die Installation ihren endgültigen Standort in Pieve Tesino, dem Geburtsort von Alcide De Gasperi, im Giardino d’Europa.
Hier gewinnt das Projekt eine noch tiefere Bedeutung: das Trentiner Holz, ein Material, das in den Wäldern entsteht und seit Jahrhunderten das Leben der alpinen Gemeinschaften begleitet, wird zu Architektur und zu einem Ort der Begegnung mit der Landschaft.