Enrosadira

Das Alpenglühen im Dolomiten UNESCO Welterbe

Bei Dämmerung die roten Felswände des Rosengartens zu bewundern ist ein unvergessliches Erlebnis.

Der Rosengarten gehört zum Dolomiten UNESCO Welterbe. Besonders bekannt ist er wegen der Enrosadira, dem berühmten Alpenglühen. Das Licht der Sonne hat eine besondere Wirkung auf die Berge. Wenn die Sonne auf- oder untergeht, werden die Felshänge in rotes Licht getaucht. Es entsteht eine Atmosphäre – wie man sie nirgendwo sonst auf der Welt findet.

Der Rosengarten ist bekannt für sein Alpenglühen. Geologen zufolge zeigt sich das rote Licht bei Dämmerung wegen des Kalzium- und Magnesiumkarbonats, das im Dolomitengestein zu finden ist. Doch die Legende erzählt uns etwas anderes. Im Rosengarten in den Dolomiten herrschte einst König Laurin über sein Zwergenvolk. Er war ein weiser, guter König und hatte eine wunderschöne Tochter namens Ladina.

Eines Tages kam Prinz Latemar am Rosengarten vorbei und sah die vielen Rosen, die von Ladina und König Laurin jeden Tag mit viel Liebe und Sorgfalt gepflegt wurden. Er näherte sich und erblickte die schöne Königstochter im Rosengarten. Sofort verliebte er sich und nahm Ladina mit in sein Reich.

Als König Laurin erfuhr, dass ihm die Tochter, die er mehr als alles andere auf der Welt liebte, geraubt wurde, weinte er alle seine Tränen. Er verwünschte den Rosengarten, der dem Prinzen Latemar das Versteck seiner Tochter verraten hatte. Niemand sollte mehr die Rosen sehen – weder bei Tag noch bei Nacht. An die Dämmerung hatte er jedoch nicht gedacht. So zeigen sich die Rosen noch heute am Morgen und am Abend – wenn die Felsen in rotes Licht getaucht werden.