Molveno — über dem See schweben

Nicola Donini ist ein erfahrener Gleitschirmflieger

Der 1996 geborene Nicola Donini hat das Gleitschirmfliegen im Blut. Mit nur 17 Jahren wurde er italienischer Meister im Gleitschirmfliegen: der jüngste aller Zeiten in beiden Disziplinen (Akrobatik und Geschwindigkeit). Zwischen einem Wettkampf und dem Training begleitet er heute Menschen, die über den Molvenosee und über die Brenta-Dolomiten fliegen möchten.

Nicolas Familie ist eine Familie „mit Flügeln“: Vater und Sohn sind beide Gleitschirm-Champions. Vater Luca Donini wurde 2001 Weltmeister und 2016 wurden beide italienische Meister ex aequo. Sie lieben die Geschwindigkeit, ein grundlegendes Merkmal beim Cross Country, ein Wettbewerb, bei dem der gewinnt, der als erster ankommt. „Um zu gewinnen, braucht man Kopf und Strategie“, erklärt Nicola. „Körperliche Kraft reicht nicht aus, man muss so wenig Fehler wie möglich machen. Für die Akrobatik ist hingegen viel Präzision erforderlich: Je spektakulärer der Kunstflug, desto mehr Punkte erhält man.“

Trentiner Seen: die Geschichte von Nicola Donini, dem Gleitschirmflieger

„Fliegen bringt einen in eine andere Dimension.“

Nicola war erst 3 Jahre alt, als sein Vater ihn zum ersten Mal auf einen Tandemflug mitnahm. Nicolas Hobby war es, vom Vater losgelöst, am Strand von Molveno einige Meter alleine zu fliegen. „Mit 11 Jahren machte ich dann den ersten Höhenflug alleine“, fügt Nicola hinzu. „Die Aussicht auf den See und die Berge ist unglaublich. Von dort oben ist alles großartig.“

Trentiner Seen: die Geschichte von Nicola Donini, dem Gleitschirmflieger

Nicola war erst 3 Jahre alt, als sein Vater ihn zum ersten Mal zum Fliegen mitnahm

Gleitschirmfliegen erfordert eine gute Portion Mut, aber Nicola und Luca haben viel Erfahrung, kennen den Himmel über Molveno und verstehen es, die Emotionen derer zu zügeln, die mit ihnen fliegen.

Normalerweise ist der schwierigste Moment der Start. Man muss sich auf den Gleitschirmflieger verlassen und schnell bergab laufen. Wenn man keinen festen Boden mehr unter den Füßen hat, ist alles anders. „Am Anfang ist es normal, Angst und ein bisschen Schwindelgefühl zu haben“, folgert Nicola; „aber wenn man rennt und schließlich in die Luft steigt, ist alles vorbei: Fliegen bringt einen in eine andere Dimension.“

Veröffentlicht am 28/05/2020