Latemar und Catinaccio

Die Rosengärten des Zwergenkönigs Laurin im Herzen der Dolomiten

Die nebeneinander liegenden Gebirgsgruppen Latemar und Catinaccio bilden die westlichen Grenzen des Val di Fiemme und des Val di Fassa. In diesen außerordentlich reizvollen Berggruppen mit hohem Naturwert sind einige der bekanntesten Szenarien der Dolomiten wie der Torre di Pisa und die Torri del Vajolet zu finden, die von Georg Winkler und Tita Piaz erstiegen wurden.

Die Latemar-Gruppe ist leicht zu Fuß erreichbar dank der zahlreichen Wanderwege, die ab Pampeago, kurz hinter der Ortschaft Tesero im Val di Fiemme beginnen, oder mit den Bergbahnen, die von Predazzo zur Schutzhütte Passo Feudo (2175 m) verlaufen. Dies ist der Ausgangspunkt für die Wandertour, die zur (Schutzhütte) Torre di Pisa führt, die als Zugangstor zum Latemar gilt.

Die Pale di San Martino, die Catena del Lagorai, der Adamello und der Brenta gehören zu den vielen Gipfeln, die sich in aller Schönheit vor dem Bergwanderer auftun: Wir empfehlen Ihnen einen Zwischenstopp im Latemarium, hier bietet sich dem Wanderer ein herrlicher Ausblick auf die wunderschönen Gipfel und darüber hinaus gibt es viele Themenwege, die auch für Kinder geeignet sind.

Der Catinaccio ist mit einer modernen Seilbahn direkt vom Ortszentrum von Vigo di Fassa (San Giovanni di Fassa) aus erreichbar, so dass man in wenigen Minuten zum Belvedere del Ciampedìe auf 2.000 Metern Höhe gelangt. Die gleichnamige Schutzhütte ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für alle Touren in das Gebiet Catinaccio - Rosengarten und bietet einen herrlichen Ausblick. Von hier aus blickt man auf die Dolomiti di Fassa: von der Sella-Gruppe mit dem 2.950 m hoch gelegenen Sass Pordoi bis zu den 3.181 m des Sassolungo und von der Latemar-Gruppe bis zur Marmolada, der Königin der Dolomiten.

Val di Fassa - Catinaccio - Rifugio Roda di Vael

Entdecken Sie die Dolomiten und ihre alten Legenden

Die Sage vom König Laurin und der Enrosadira

Die Sage vom König Laurin erklärt das Phänomen der Enrosadira, der Rotfärbung der Dolomiten in der Dämmerung.

Der Legende nach entführte Laurin, der König der Zwerge, eines Tages die wunderschöne Prinzessin Similde in sein Reich auf dem Catinaccio-Bergmassiv. Um sie für sich zu gewinnen und sie zu überzeugen, dort oben bei ihm zu bleiben, verzauberte er die Berge und bedeckte sie mit wunderschönen Rosen. Im Deutschen heißt dieses Bergmassiv deshalb auch heute noch „Rosengarten“.

Sehr bald jedoch erreichte Simildes Vater mit seinen Soldaten den Catinaccio, um die Prinzessin zu befreien. Laurin, der ahnte, dass er bald seine schöne Angebetete verlieren würde, verwünschte die Berge und verwandelte die mit Rosen bedeckten Wiesen des Catinaccio in einen steinernen Wald mit spitzen Felsen, die die bleiche Farbe des Mondes hatten. Niemand sollte jemals wieder diese Rosen sehen können, nicht bei Tag und nicht bei Nacht.

Der Zwergenkönig vergaß dabei aber den Sonnenuntergang.

Und genau das ist der Moment, in dem wir auch heute noch die Enrosadira bewundern können, denn wenn die Sonnenstrahlen auf die Felsen treffen, wird das untergegangene Reich von Laurin mit seinen Rosen wieder sichtbar.

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Veröffentlicht am 10/09/2019