Das Geheimnis des Alpenglühens

„Enrosadira“, das Alpenglühen, ein Wort, das in sich die Faszination einer Zauberformel trägt

Angesichts gewisser Naturschauspiele genügt oft eine rationale Antwort nicht und man muss deshalb auf eine Legende zurückgreifen: nach der Entführung seiner wunderschönen Frau, hat König Laurino, in seiner Verzweiflung, seinen Rosengarten in Felsen verwandelt, damit ihn weder am Tage, noch in der Nacht irgendjemand würde bewundern können. Zwischen Tag und Nacht gibt es aber Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Also erstrahlen die Felsen seither, beim Auf- und Untergang der Sonne, in den Farben der Rosen. Das aus dem ladinischen abstammende Wort „Enrosadira“ bedeutet „rosa Farbe annehmen“. Ein Naturphänomen, charakteristisch für die weltweit einzigartigen Felswände der Dolomiten - ein UNESCO-Welterbe - die, bestehend aus Kalzium- und Magnesiumkarbonat, die leuchtenden Farben des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs widerspiegeln, mit rötlichen Farbschattierungen, die sich langsam ins violette wandeln.