Artenvielfalt im Gebirge

Es gäbe viele außergewöhnliche Geschichten zu erzählen, von Personen, insbesondere jungen Leuten, die ihr Leben im Trentino jeden Tag mit Leidenschaft führen und sich mit Engagement dafür einsetzen, ihre Produktionen zu verbessern

Und das ausgehend von einem gewöhnlichen Grundstoff: dem Erdboden. Bei einigen von ihnen ist dies seit Generationen in ihren Genen verankert, wie bei Riccardo Felicetti, der Teigwarenfabrik Felicetti aus Predazzo. Ist es eher Traum oder Wahnsinn, Spaghetti, Maccheroncini, Farfalle und Rigatoni im Herzen der Dolomiten zu produzieren? Dennoch machen sie es seit 1908, in einem ununterbrochenen Dialog mit der Natur. Und eben dieses Gebiet bietet zwei Zutaten, die den Unterschied ausmachen und die Grundlage für die Qualität des Produktes liefern: das reine Wasser der Gebirgsbäche, Avisio und Travignolo, und die saubere Luft.
Agitu Ideo Gudeta hingegen hat Äthiopien verlassen, um diese Berge zu erklimmen, bis hinauf ins Val di Gresta - dem „Bio-Garten“ des Trentino - und hier, auf biologische Weise, einheimische Ziegen zu züchten und deren Milch in köstliche biologische Ziegenkäse zu verwandeln.
Einst wuchsen in den Nutzgärten, die sich an die unzugänglichen Hänge klammern, auch Dinkel, Roggen und Buchweizen. Giovanni Pezzini baut sie immer noch an, mahlt ihre Körner mittels großer Steinräder und verarbeitet dann das Mehl, gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter, in duftendes, knuspriges, handwerklich gebackenes Brot.