FEDE GALIZIA (1587 – 1630)

Amazone der Malerei

Es gibt nicht viele Malerinnen, die in der Geschichte der Kunst ein Zeichen gesetzt haben, doch zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts und der Mitte des 17. Jahrhunderts schafften es einige zu Ruhm und Erfolg.

Neben Anguissola Sofonisba, Lavinia Fontana und Artemisia Gentileschi sticht zweifellos auch Fede Galizia hervor, eine aus dem Trentino stammende Malerin, die vom 3. Juli bis zum 25. Oktober 2020 mit einer monographischen Ausstellung im Castello del Buonconsiglio in Trient zelebriert wird. Ihr Leben ist mindestens ab 1587 in Mailand dokumentiert, wo sie bis zu ihrem Tod nach 1630 bleibt.

Der Umzug der Familie – von Trient nach Mailand – muss auf Veranlassung des vielseitigen Vaters erfolgt sein, Nunzio,
ebenfalls Künstler, der in der Welt der Miniaturen, Kostüme und Gegenstände, aber auch der Kartographie zuhause war.

Fede – ein programmatischer Name im Europa der Gegenreformation – erlangt bei den damaligen Auftraggebern so außergewöhnlichen Erfolg, dass ihre Werke vor 1593 durch Vermittlung von Giuseppe Arcimboldi bis zum Hof von Kaiser Rudolf II vordringen.

Fede Galizia ist zwar Porträt- und Miniaturmalerin, aber sie etabliert sich auch in einem neuen Genre, dem Stillleben: nach dem legendären Früchtekorb von Caravaggio im Besitz von Kardinal Federico Borromeo ist Fede Galizia eine der Hauptvertreterinnen dieser neuen Art Blumen und Obst zu malen.

Die überwiegend, aber nicht nur, italienischen Studien des 20. Jahrhunderts haben der Tätigkeit von Fede als Malerin von Stillleben große Bedeutung bei der Entstehung dieses erfolgreichen Genres beigemessen. Vielleicht ist es an der Zeit, das Profil der Künstlerin insgesamt zu überdenken, die vor allem Porträts, aber auch Altarbilder anfertigte, die für alles andere als heimische Orte bestimmt waren (Monte-Carlo und Neapel, beispielsweise).

Bis heute gibt es kein vollständiges Repertoire der zahlreichen literarischen Zeugnisse, die in Versen und in Prosa die
Begabungen von Fede Galizia zelebrieren, als Ergänzung zum vollständigen dokumentarischen Regest, das zu diesem Anlass erstellt wird. Die von Giovanni Agosti und Jacopo Stoppa kuratierte Ausstellung beabsichtigt, über die Präsentation der Werke der Künstlerin und angemessene Vergleiche, die Frage zu beantworten: warum war Fede Galizia so beliebt? Was sind die Gründe für ihren Erfolg zu ihren Lebzeiten?

Welche Rolle spielte dabei, dass sie eine Frau war? Wie ändert sich die Wertschätzung eines Kunstwerks von der langen Zeit der Dämmerung, der Renaissance, bis zur heutigen Welt?

Quelle: https://www.buonconsiglio.it



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