Das menschliche Genom. Was uns einzigartig macht.

Warum ist jeder Mensch anders? Woher kommen gewisse Begabungen? Warum verläuft das Älterwerden bei manchen beneidenswert gut, bei anderen (leider) nicht? Warum hat Leben ein biologisches Ablaufdatum und wie können wir Krankheiten vorbeugen? Ab dem 24. Februar 2018 beschäftigt sich die Ausstellung „Das menschliche Genom – Was uns einzigartig macht“ im MUSE, Museum für Wissenschaft in Trient, mit Fragen, die uns alle zutiefst betreffen und auf die heute ein wichtiger und vielversprechender Bereich der Forschung auf biologischem Gebiet seinen Fokus richtet.

Die Ausstellung „Das menschliche Genom“ ist eine veritable Reise zu den neuen Herausforderungen der Genomik – einer sich ständig weiterentwickelnden Wissenschaft, die auch auf ethischer Ebene durchaus Fragen und Zweifel aufkommen lässt; im Mittelpunkt stehen dabei die Chancen und Risiken, die die Anwendung neuer Erkenntnisse auf besonders sensible Bereiche, wie etwa unsere Gesundheit, mit sich bringt. Anhand eines interaktiven, den Besucher miteinbeziehenden Parcours mit zahlreichen multimedialen Elementen und Exponaten, die es vermögen, auf sehr persönlicher Ebene zu berühren, Videos und effektvollen Multiprojektionen sowie durch Kunstvermittlung beschäftigt sich die Ausstellung mit drei grundlegenden Fragen zum genetischen Erbe des Menschen: Wie viel zählt die DNA, welche anderen Faktoren spielen bei ihrer Definition eine Rolle (zum Bespiel Umwelt und Lebensstile), wie und bis zu welchem Grad können wir verändernd eingreifen. Ein Maßstabswechsel – von der Makro- auf die Mikroebene – der dennoch nicht die menschliche und gesellschaftliche Komponente außer Acht lässt, lädt dazu ein, eine faszinierende Welt zu erforschen, die wir in uns tragen und die uns zu dem macht, was wir sind: einzigartig.

DIE AUSSTELLUNG
Die Ausstellung behandelt vier Hauptthemen: die vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms; das aktuelle Wissen über seine Bestandteile und Merkmale; die genetischen Mutationen, die den Unterschieden zwischen Individuen zugrunde liegen, sowie andere Veränderungen, die unser Erscheinungsbild beeinflussen; die neuesten Forschungstechniken für die menschliche Gesundheit.
Im Mittelpunkt stehen somit der Wissensstand über die Genomik, Begabungen und Veranlagungen für Krankheiten sowie Behandlungsmöglichkeiten mit gezielten, personalisierten Therapien.

Die Ausstellungsgestaltung, für die Arch. Lorenzo Greppi verantwortlich zeichnet, ist das Ergebnis einer wissenschaftlich-kuratorischen Arbeit des MUSE unter beratender Mitwirkung eines nationalen wissenschaftlichen Komitees aus Forschern und Experten. Besondere Bedeutung kommt immersiven, den Besucher miteinbeziehenden Formen der Wissenschaftsvermittlung mit Videos und effektvollen Multiprojektionen zu. Die künstlerische „Kontamination“ der Ausstellung zeigt sich in mehreren Räumen. Vor allem die Installation von Claud Hesse, einer auf die Themen DNA und Genom spezialisierten bildenden Künstlerin, regt zum Nachdenken über das Verhältnis zwischen Biologie, „Lebensstilen“ und Wohlbefinden an und verdeutlicht, wie sich manche erlebte Erfahrungen auf die Genexpression auch in vererbbarer Form auswirken können.

Highlights

• Das Thema der Genmutationen, die auch zum Entstehen der genetischen Vielfalt unserer und anderer Spezies beitragen, wird dem Publikum auf originelle, interaktive Weise nähergebracht. Ausgehend von einer Geschichte besteht die Möglichkeit, sinnverändernd einzugreifen, indem Wörter und Sätze abgeändert werden – ganz ähnlich den Veränderungen, zu denen es in der DNA kommt.

• Sechs Menschen – ein jeder mit einer ganz eigenen Geschichte. Jede dieser Geschichten verweist auf das Verhältnis, das diese Menschen zu dem Bewusstsein haben, dass sie bestimmte Eigenschaften und genetische Merkmale in sich tragen: Damit werden Aspekte aufgezeigt, die die Auswirkungen der medizinischen Genetik auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene betreffen.

• Haben Sie schon einmal einen Gentest im Internet gekauft? Die Ausstellung gibt dazu die Gelegenheit: In einem der Schauräume, der sich dem Boom der Gentests für Endverbraucher widmet, werden virtuell Tests zur eigenen DNA angeboten – ein Denkanstoß, um sich in Sachen Gentests eine eigene Meinung zu bilden.

• DNA-EPIGEN ist eine interaktive Makroskulptur mit starker szenischer Wirkung der bildenden Künstlerin Claud Hesse. Das Kunstwerk lädt dazu ein, über das Verhältnis zwischen Biologie, „Lebensstilen“ und „Wohlbefinden“ nachzudenken und verdeutlicht, wie sich diverse erlebte Erfahrungen auf die Genexpression auch in vererbbarer Form auswirken können

Quelle: www.muse.it

https://www.genoma.muse.it/



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