4. Etappe: 24. Mai – Innocenti Evasioni

Route „Innocenti Evasioni" → Cima Susat → südl. Brenta-Gruppe(Länge 300 m / Schw. 9 / Erstbegehung 1992 durch D. Bonvecchio, A. Stenico und M. Giovannazzi)

4. Etappe: 24. Mai – Innocenti Evasioni
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4. Etappe: 24. Mai – Innocenti Evasioni

Für unsere 4. Etappe haben wir uns das „schönste Gestein der Welt" ... so sagen einige zumindest ... ausgesucht ... Ziel Val d'Ambiez! Ein Großteil der Felswände, die das herrliche Amphitheater dieses Tals umschließen, gehören einer charakteristischen geologischen Formation an, dem rhätischen Graukalk, der bei Alpinisten für die ultimative Gesteinsqualität bekannt ist.
Unser Ehrengast an diesem Tag war Danilo Bonvecchio, „Vater" vieler der schönsten modernen Routen der Gegend, die ab Anfang der 1990er-Jahre erschlossen wurden. In dieser Zeit wurden die ersten Versuche unternommen, die in den Klettergärten im Tal bewältigten technischen Schwierigkeiten auf hoch liegende Felswände zu übertragen und auch die „unfreundlichsten" Platten mit einer präzisen Ethik in Angriff zu nehmen: Verwendung des Bohrers zum Setzen der Spits, aber nur von unten, und ohne die Absicherungen für die Fortbewegung zu benutzen. „Innocenti Evasioni" am Cima Susat, die Route, die wir an diesem Tag wiederholen wollten, war eines der ersten Experimente dieser Art. Beim Klettern dabei war auch unser Freund Jiri Leskovian, ein Bergführer, Weltenbummler und vielseitiger Alpinist. Vom Boden aus verfolgten uns die Jungs von Chartagena mit Mini-Coptern für die Luftaufnahmen. Nach den ersten Seillängen, die die Route mit der Route Colonia gemeinsam hat (ein weiteres von Steinkötter-Hasse erschlossenes Juwel) steigt unsere Linie direkt an einer blauen Steilwand auf, und folgt von dort einer kaum wahrnehmbaren Reihenfolge von Löchern und Tropfen am freien Fels, das bewundernswerte Ergebnis der Arbeit des Wassers in Millionen von Jahren. Verfolgt vom Nebel, einem vertrauten Begleiter in dieser Gegend, steigen wir auf, bis eine blasse Sonne uns am noch verschneiten Gipfel willkommen heißt. Leider sind wir schon am Ziel: Von einem so schönen Klettererlebnis kann man nie genug bekommen!

 

Klicken Sie hier, um den technischen Bericht im PDF-Format einzusehen.

 

Zugang: Von San Lorenzo in Banale erreichen Sie die Bar „Dolomiti" an der Einmündung zum Val d'Ambiez. Von dort gelangen Sie zu Fuß oder nach Anmeldung mit einem Jeep-Taxiservice bis zur Hütte „Al Cacciatore" (empfehlenswert) und anschließend zur Hütte Agostini. Folgen Sie dann dem SAT-Weg Nr. 321, der zum Klettersteig Castiglioni führt, und biegen Sie, kurz bevor Sie dessen Anfang erreichen, links ab, um zur Ostwand der Cima Susat zu gelangen.
1 Std. 20 Min. von der Hütte „Al Cacciatore".

 

Rückkehr: Über den Klettersteig Castiglioni oder durch Abseilen an der Route.



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