Laghestel

Wanderungen und Spaziergänge am Laghestel von Pinè, einem der ersten und bekanntesten Biotope.

Laghestel

Der Laghestel von Pinè ist eine weitläufige Mulde glazialen Ursprungs, die in den Porphyr eingegraben ist, und über Feuchtwiesen und Sumpfgebiete verfügt. Wegen ihres hohen naturkundlichen Wertes wurde sie 1971 als erstes Biotop des Trentino unter Naturschutz gestellt. Eingesetzt hatte sich dafür die Gemeinde Baselga di Piné. Der Zugang zum Beobachtungspfad des Biotops befindet sich auf Höhe der Ortschaft Ferrari an der Provinzstraße, die von Baselga di Pinè nach Montagnaga führt. Der kreisförmig angelegte Lehrpfad schlängelt sich durch das gesamte Biotop. Etwa 2,5 Stunden sind für die Besichtigung des Biotops notwendig.
Der Laghestel ist ein alter, fast vollständig mit Torf aufgefüllter und in einen Sumpf umgewandelter See, in dem jedoch noch ein kleiner Wasserspiegel vorhanden ist, der von einem weitläufigen Röhricht umgeben ist. Das Biotop beherbergt 129 Pflanzenarten, darunter einige äußerst seltene, sowie neun hygrophile Pflanzengesellschaften, die alle von großer Bedeutung sind: vom Röhricht über verschiedene Niedermoorarten und Feuchtwiesen bis hin zu hygrophilen Wäldern. Seit 1975 verursacht die einzellige Alge Euglena sanguinea in den Sommermonaten eine Rotfärbung des Wassers. Die große Vielfalt der Habitate des Biotops schlägt sich auch auf die Fauna nieder, die hier besonders artenreich vertreten ist. Dies betrifft vor allem solche Tiere, die im Wasser oder in Feuchtgebieten leben.