Ecomuseo dell'Argentario

Eine Wanderung zwischen Geschichte und Natur im ehemals bedeutendsten Bergbaudistrikt des Trentino.

 Ecomuseo dell'Argentario
 Ecomuseo dell'Argentario
 Ecomuseo dell'Argentario

Die Hochebene des Argentario, die in der Nähe von Trient (Trento) liegt und von großem historischen und anthropischen Wert ist, zu bewahren und zu erschließen, sind die Ziele des Ökomuseums, das die Gemeinden von Fornace, Civezzano und Albiano umfasst. Schon am Namen erkennt man, wie die übertriebene Suche nach dem wertvollen Mineral, dem Silber (Argento), in den vergangenen Jahrhunderten, das gesamte Gebiet, sowohl morphologisch als auch ökonomisch und sozial störte. Einer der interessantesten Lehrwege hat die Aufwertung der „Canòpe del Monte Calisio" (die horizontalen Schächte der Minen am Monte Calisio) zum Ziel, oder besser gesagt der Silberminen, die diese Gegend zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert zum wichtigsten Bergwerksdistrikt des bischöflichen Fürstentums von Trient werden ließen. Der Wanderweg der Canòpe, der in Zusammenarbeit mit der „Società Alpinisti Trentini" (Dem Trentiner Gebirgsverein) gestaltet wurde, windet sich durch den Wald, nahe dem See von Santa Colomba und führt zu den Bergwerken, die für Forschungsprojekte und die Wiederinstandsetzung interessant sind.
Das Gebiet ist reich, sowohl an archäologischen Zeugnissen, wie dem „Riparo Gaban", als auch an historischen, wie den kleinen Grabstätten aus römischer und langobardischer Zeit, den Spuren des Verlaufs der Via Claudia Augusta, den mittelalterlichen Festungen und den Resten der österreichisch-ungarischen Befestigungsanlage, die während des Ersten Weltkriegs zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde. Ein weiterer relevanter Aspekt der Gegend sind einige Orte von besonderem naturwissenschaftlichem Interesse, wie die Biotope Monte Barco und Le Grave, die vielen sehr seltenen Spezies der Flora und der Fauna Lebensraum bieten.