Burgen und Schlösser. Schätze der Geschichte und der Schönheit

Fünf Themenkreise sind der rote Faden zum Verständnis der Geschichte der vielen im Land gelegenen Burgen und Schlösser.

Burgen und Schlösser. Schätze der Geschichte und der Schönheit
Burgen und Schlösser. Schätze der Geschichte und der Schönheit
Burgen und Schlösser. Schätze der Geschichte und der Schönheit
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Burgen und Schlösser. Schätze der Geschichte und der Schönheit

Das Trentino besitzt mehr als 300 Burgen und Schlösser, Festungen und Herrschaftshäuser, und die Landesverwaltung will sie zum Schwungrad für die Promotion des Landes machen. Aus diesem Grund sind fünf Themenkreise mit historisch gleichartigen Bauwerken ausgemacht worden. Innerhalb der einzelnen Themenareale werden die Burgen und Schlösser zu Etappen ein- oder mehrtägiger Ausflüge. Dieses neuartige Projekt hat eine hohe historisch-kulturelle Relevanz, und es kann mit vielen anderen Attraktionen des Landes kombiniert werden: mit einer Trekkingtour, einem Thermalbad, einem Konzert und mit der Entdeckung von weniger bekannten, aber darum nicht weniger reizvollen Seiten des Territoriums.
Das Vallagarina hat sich für das Thema La suggestione del Medioevo, tra amor cortese, battaglie ed eresie (Der Reiz des Mitterlalters: höfische Liebe, Schlachten und Ketzereien) entschieden. Herzstück dieses Areals ist Castel Beseno, der ausgedehnteste befestigte Burgenkomplex des Trentino, eine mächtige mittelalterliche Festung, die uns heute in Renaissanceformen entgegentritt. Ein weiteres Ziel im Vallagarina ist das Castello di Rovereto, heute Sitz des renommierten Kriegsmuseums Museo Storico Italiano della Guerra. Höfische Liebe und mittelalterliche Schlachten gehören auch zu den Themen auf den im 14. Jahrhundert geschaffenen Fresken im Castello di Avio (das nach dem darunter gelegenen Dorf auch als Castello di Sabbionara bezeichnet wird).
Im Gebiet von Trento wird in Burgen und Schlössern das Thema des Fürstbistums durchgespielt, und die Aufmerksamkeit konzentriert sich auf das Castello del Buonconsiglio, das bis 1803 der Sitz der Trentiner Fürstbischöfe war und nicht nur durch die Monatsbilder im Adlerturm einen besonderen kunsthistorischen Wert bekommt.
Im Val di Non und im Val di Sole hat man für das Thema La nobiltà rurale nei castelli delle Alpi (Der Landadel in den Burgen der Alpen) optiert. Bezugspunkt ist Castel Thun, die ehemalige Residenz vielleicht der ältesten Trentiner Adelsfamilie.
La vita castellana nelle corti rinascimentali (Das Burgleben an den Renaissancehöfen) ist das Thema des Gebiets, das das Valle del Sarca, das Valle dei Laghi und die Giudicarie umfasst. In den Giudicarie, einer zwischen Riva del Garda und Madonna di Campiglio gelegenen Gegend am Eingang zum Naturpark Adamello-Brenta, erhebt sich das Castello di Stenico.

Im Valle dei Laghi finden wir Castel Toblino und Castel Drena, eine aus dem 13. Jahrhundert stammende mittelalterliche Festung. Wenige Kilometer weiter südlich ist das Castello di Arco zu besuchen. Aus dem Städtchen steigen drei durch Olivengärten führende Wege zum Prato della Lizza hinauf. Noch etwas weiter südlich liegt Riva del Garda mit seiner befestigten Wasserburg Rocca, die ab 1124 direkt am Seeufer errichtet wurde.
Zum fünften Trentiner Burgen- und Schlösserareal gehören das Valsugana und das Valle di Cembra. Das Thema La via dei castelli. Gli antichi percorsi dall'età romana alla modernità (Die Burgenstraße. Alte Verkehrswege von der Römerzeit bis in die Moderne) nimmt auf die Römerstraße Via Claudia Augusta Bezug, die Altino im heutigen Veneto mit Augusta Vindelicorum, dem heutigen Augsburg in Bayern, verband. Das Castello di Pergine, das im oberen Valsugana über der Via Claudia Augusta aufragt, war im 13. Jahrhundert errichtet worden. Heute beherbergt die Burg (Privatbesitz) ein Restaurant und ein Hotel mit 21 Zimmern im Renaissanceflügel.
Wenige Kilometer trennen Pergine von Fornace, wo sich das ursprünglich mittelalterliche, aber zur Renaissancezeit umgebaute Castel Roccabruna als nobler Adelspalast präsentiert.
Interessant ist auch eine Fahrt über Borgo durch das Valsugana bis zum Castel Ivano (Privatbesitz): ein Wallgraben auf der Nordseite, das Portal mit dem Wappen der Wolkenstein und die Kapelle aus dem 17. Jahrhundert...