Archäologie. In der Zeitmaschine

Wer in den unterirdischen SASS hinabsteigt, den Spazio Archeologico Sotterraneo del Sas in der Altstadt von Trento, unter dem Teatro Sociale und der Piazza Cesare Battisti, fühlt sich um 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt.

Spazio Archeologico al S.A.S.S.
Palafitte a Fiavè
Museo Retico

Eine gut erhaltene, alte römische Straße, das Pflaster aus großen roten Kalksteinplatten aus dem nahen Steinbruch. Und auf den Platten die Rillen und Spuren der Karren, die hier Waren und Nachschub für die Legionäre im Dienst von Kaiser Augustus befördert haben. Wer in den unterirdischen SASS hinabsteigt, den Spazio Archeologico Sotterraneo del Sas in der Altstadt von Trento, unter dem Teatro Sociale und der Piazza Cesare Battisti, fühlt sich um 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt.
Hier lebt das alte Tridentum fort, die von den Römern um die Mitte des ersten Jahrhunderts v.Chr. zum Schutz des Etschtals gegründete Stadt.
An der heute unterirdischen Straße finden sich ein Glaserladen, Mosaikfußböden, Wohnhäuser mit Küche, Latrinen, Speiseraum und Hof sowie ein Brunnen, ein Stück weiter vorn die Reste der ehemaligen Stadtmauer aus Steinen, Kieseln und Ziegeln und eines Turms, der zur Kaiserzeit als Eingangstor zum Amphitheater benutzt wurde. Aber das altrömische Tridentum ist nur einer der Glanzpunkte der archäologischen Ausgrabungen im Trentino. Am 14. April wird außerdem das neue Pfahlbaumuseum Museo delle Palafitte di Fiavé mit außergewöhnlichen Fundobjekten, die 3500 Jahre und älter sind, eröffnet. Auf dem Grund des heute zu einem Torfmoor ausgetrockneten Carerasee haben sich Keramiken, Bronze-, Bernstein- und Goldgegenstände vorzüglich erhalten, vor allem aber Küchen-und Arbeitsgerät aus Holz, die zu den ältesten in Europa gehören.
Das den Rätern gewidmete Museo Retico in Sanzeno lädt zu einer faszinierenden
Reise durch den Pozzo del Tempo (Brunnen der Zeit) ein, die auf dem Grund mit den Jägern der Altsteinzeit beginnt, um dann den Bauern der Jungsteinzeit und den Metallarbeitern der Kupferzeit zu begegnen und mit dem Tod der Nonstaler Märtyrer zu enden. Das archäologische Gelände Acqua Fredda am Passo del Redebus ist einer der bedeutendsten urgeschichtlichen Stätten zur Metallverarbeitung in Europa, und in der archäologischen Abteilung des MAG, Museo Alto Garda, befinden sich die acht kupferzeitlichen Stelenstatuen aus Arco, großartige Meisterwerke der Kunst des 3. Jahrtausends v.Chr.