Von Geschichte zu Geschichte

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Zwischen Weiden und Wäldern, wo ein starker und mutiger Matrose seine letzte Schlacht geschlagen hat.Inmitten unerwarteter und unglaublicher, gegen Himmel gerichteter Raketen, gegen den Frieden in der Welt.Zwischen Wänden aus Zement und Stahl, im Fels, wo man noch das Dröhnen der Kanonen hören kann.

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Erste Etappe - Malga Zonta und die Raketen der Nike-Feuerstellung „Base Tuono“

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Es gibt eine Geschichte, die viele kennen, aber nur wenige erzählen.

Und das ist die Geschichte von Bruno, dem Matrosen, der im August 1944 vom Deck seines Schiffes geflohen war und in der Malga Zonta, gelegen inmitten der Fichten der Hochebene von Folgaria, gelandet ist. Es waren schwierige Zeiten. Bruno war nicht alleine; er war zusammen mit weiteren dreizehn Freunden, die alle entschlossen waren für ihre Freiheit und ihr Land zu kämpfen.

Alles geschah in wenigen Stunden: die Deutschen, die die Almhütte umzingeln, in die sie sich geflüchtet hatten, das Feuergefecht und am Ende die Erschießung, von allen.

Vor dem Gebäude, vor dem sie gefallen waren, herrscht absolute Stille.

Hier hört man wirklich nur den Wind wehen.

Aber wenn Sie die Augen heben, dann können Sie die in den Himmel gerichteten Raketen nicht übersehen.

Da sind sie, nur wenige hundert Meter entfernt.

Was haben drei Raketen auf der Abschussrampe inmitten der Weiden und Wälder zu suchen?

Auch sie sind dort, um eine Geschichte zu erzählen.

Und zwar die Geschichte einer Feuerstellung der NATO, die in den sechziger und siebziger Jahren in dieser Gegend ein Kapitel eines Krieges geschrieben hat, der zum Glück nie gekämpft worden ist: der Kalte Krieg!

Was heute davon übrig geblieben ist, ist das Museum Base Tuono.

Wenn Sie durch das Tor schreiten, erwartet Sie eine ganz ungewöhnliche Atmosphäre, eine unerwartete Welt, in der Ihnen klar wird, wie nah dieser Krieg war, der zum Glück nie geführt worden ist!

Nicht weit davon entfernt, zu Fuß, in Passo Coe, machen Sie in der Osteria Coe Halt (www.passocoe.it).

Bevor Sie hineingehen, sehen Sie sich um: die Berge, die Sie umgeben, haben alle eine Geschichte zu erzählen.

Und nicht nur Geschichten der Bergbewohner, Kühe und Weidetiere.

Es sind Geschichten von vor fast einem Jahrhundert, als diese Gipfel der Schauplatz der schrecklichen Schlachten des Ersten Weltkrieges waren.

Wenn Sie dort hinauf gehen, können Sie immer noch die Verletzungen, die Schützengräben und die Granatenkrater sehen.

Aber lassen Sie uns guter Stimmung sein!

Wenn Sie die Osteria betreten, sprechen Sie mit Christian, dem jungen Gastwirt.

Fragen Sie ihn nicht nach den Kriegen, die in diesen Orten gewütet haben, sondern lieber was heute auf den Tisch kommt!

Fragen Sie ihn nach den Dreierlei Knödeln, von denen so viel geredet wird, oder der Polenta mit Almkäse und Pilzen.

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Zweite Etappe - Zwischen Zement und Stahl. Um bei Carlo zu enden!

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Vom Passo Coe kehren Sie nach Folgaria zurück und fahren dann zur Hochebene von Lavarone, die Sie nach nur 12 km erreichen.

Und wenn Sie dann dort sind, auf der Hochebene, die Freud so geliebt hat (es war sein Urlaubsziel!), machen Sie sich auf die Suche nach dem Forte Belvedere, das Forte Museo.

Nochmal Krieg?

Oh ja, nochmal Krieg; und dieses Mal geht es um den Ersten Weltkrieg, der im Mai 1915 die Bevölkerung der Hochebenen dazu gezwungen hat zu fliehen und drei lange, endlose Jahre in Flüchtlingslagern zu verbringen.

Das Forte ist ein wahres Juwel der Militär-Architektur.

Die intensivsten Gefühle erleben Sie, wenn Sie die tiefen unterirdischen Laufgräben betreten, die zu den vorgelagerten Stellungen führen.

Es sind Orte, die einem das Gefühl geben, dass man nie wieder daraus herauskommen wird!

Oder wenn sie sich in einen der Panzertürme setzen und - wie durch Magie - dem Lärm, den Stimmen und Geräuschen der Geschützmannschaft, die die Haubitze laden und zünden, zuhören... oder wenn Sie vor dem animierten Modell stehen bleiben und unerwartet Bilder und Lichter erscheinen, die Ihnen deutlich vor Augen führen, was in diesen Mauern geschehen ist, was den armen Soldaten widerfahren ist, die hier gekämpft haben...

Wenn Sie dagegen auf die Bedachung klettern, dann öffnet Ihnen der Blick der sich Ihnen bietet das Herz.

Direkt darunter, auf der anderen Seite des Grabens, liegt das Val d'Astico.

Dort verlief die Grenze Italiens, dort begann das Königreich Italien.

Und wenn Sie Ihren Blick ein wenig weiter in die Ferne richten, dann können Sie die Hochebene von Lusern sehen, das Land der Zimbern... aber das ist wirklich eine andere Geschichte!