Sommerliche Wandertour auf den Spuren des 1. Weltkriegs

4-Tages-Tour: von Rovereto über den Monte Pasubio bis nach Trento

  • 4 Tage
  • April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Großer Kieg

Auf dieser ersten 4-Tages-Tour kann man an einigen der eindrucksvollsten Schauplätze des 1. Weltkriegs 100 Jahre nach Kriegsende die dramatischen Ereignisse an der Gebirgsfront nachempfinden und anhand von Ausstellungen, Museen und Installationen interessant vermittelt bekommen. Der Weg führt von Rovereto über den Monte Zugna und den Monte Pasubio nach Trento. Unterwegs wird man wandern, in einer Berghütte übernachten, Sterne beobachten, auf einer Alm essen und mit dem E-Bike die Festungen besichtigen.

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1. Etappe

Die Tour beginnt in Rovereto, wo man im Museo Storico Italiano della Guerra, dem italienischen Kriegsmuseum, Gegenstände, Dokumente und Zeugnisse aus dem 1. Weltkrieg besichtigen kann. Hier finden zudem Ausstellungen und eine rege Forschungs- und Aufklärungsarbeit statt.
Nicht zu versäumen ist die Friedensglocke auf dem Hügel Miravalle, die aus der Bronze der Kanonen der am 1. Weltkrieg beteiligten Nationen gegossen ist, die größte freihängend, regelmäßig läutende Glocke der Welt. Mit ihren allabendlichen 100 Glockenschlägen mahnt sie zum Weltfrieden.
Nächste Etappe ist die Hütte Monte Zugna (1.616 m) auf dem gleichnamigen Berg, der Schauplatz des italienischen Widerstands gegen die österreichische Offensive von 1916 war. Unweit befindet sich die Sternwarte des Stadtmuseums Rovereto, die man zu Fuß über einen Abschnitt des Friedenswegs erreicht.
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2. Etappe

Der zweite Tag beginnt mit dem Besuch beim weitgehend in den Fels gehauenen Forte di Pozzacchio in Trambileno, dem als letztes begonnenen österreichischen Festungswerk im Trentino. Es war als Sperre des oberen Vallarsa gedacht, wurde aber aufgrund des Kriegsausbruchs nicht fertiggestellt.
 
Am späten Vormittag geht es hoch zum Monte Pasubio, einem der am stärksten von den dramatischen Ereignissen des Krieges geprägten Schauplätze, der zu einem der Symbole dieser Tragödie geworden ist und zum geweihten Gebiet erklärt wurde.
Nachdem man in Giazzera geparkt hat, läuft man zur Lancia-Hütte (1825 m). Danach empfiehlt sich eine Einkehr in der Malga Zocchi, wo man leckere Ricotta-Gnocchi kosten kann.
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Etappe 3

Morgens steigt man zum Parkplatz ab und fährt in Richtung Serrada. Nach 47 km erreicht man Lavarone, wo man das Forte Belvedere besichtigen kann, eine der größten Festungsanlagen aus dem 1. Weltkrieg im Trentino. Das hier untergebrachte Museum gibt einen Einblick in die Geschichte, auch anhand von multimedialen Installationen.
 
Am Nachmittag geht’s weiter nach Folgaria, wo man E-Bikes leihen kann, um die Tour dei Forti zu machen, eine spektakuläre Route durch eine herrliche Bergwelt, die einige der österreichischen Festungen streift. Der Weg führt am Forte Dosso delle Somme vorbei und dann weiter hinauf über das Forte Sommo Alto und die Hütte Stella d’Italia bis zum Passo Sommo, von wo aus man wieder bergab fährt, um in Folgaria zu übernachten.
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Etappe 4

Morgens steht die Weiterfahrt nach Trento auf dem Programm. Der Hauptort des Trentino war für das österreichische Kommando von großer strategischer und politischer Bedeutung, und für die Italiener eines des Hauptziele des Kriegs.
Noch heute zeugen die Festungsanlagen und andere geschichtsträchtige Orte von dieser Zeit: sehenswert das Gebirgsjäger-Museum Museo nazionale storico degli Alpini auf der Anhöhe des Doss Trento und vor allem das Castello del Buonconsiglio, das Sitz des österreichischen Kriegsgerichts war.
Am Nachmittag lohnt sich ein Besuch der Ausstellung "Cent’anni dopo. Ricordi di guerra, sguardi di Pace" im Palazzo delle Albere. Ausdruckstarke Fotografien erinnern 100 Jahre nach Kriegsende an ein düsteres Kapitel der Vergangenheit.
Der späte Nachmittag bietet noch Zeit, um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nehmen Sie die Seilbahn nach Sardagna und genießen Sie einen Aperitif in Trento Alta.